Umwelt
Ressourcen
Ökologisch denken, intelligent entwickeln
Bei Miele fließen ökologische, rechtliche und technische Anforderungen frühzeitig in die Produktentwicklung ein. Rohstoffe, Materialien, Design und Verpackung werden gezielt bewertet und weiterentwickelt – mit dem Ziel, funktionale und langlebige Lösungen zu schaffen.
Produktentwicklung: Check auf Ressourcenschonung
Wir möchten unseren Kundinnen und Kunden Produkte anbieten, deren Entwicklung auf Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit ausgerichtet ist. Dafür berücksichtigen wir relevante Aspekte von der Vorentwicklung bis zur Serienreife. Eine Umweltcheckliste unterstützt uns dabei, ökologische Schwerpunkte gezielt zu identifizieren. Ein internationales Rechtskataster leitet uns, um rechtliche Anforderungen weltweit einhalten zu können. Zusätzlich entwickeln wir Szenarien, um zukünftige Entwicklungen frühzeitig zu berücksichtigen. Bei ausgewählten Technologieveränderungen erstellen wir Ökobilanzen, um die Umweltauswirkungen zu bewerten.
Verpackung: neuartige Packstoffe auf dem Prüfstand
Auch unsere Verpackungen sollen ressourcenschonender werden.
Deshalb prüfen wir kontinuierlich Alternativen, um konventionelle, kunststoffbasierte Materialien wie Luftpolsterfolie zu ersetzen. Eine besondere Herausforderung stellen sogenannte Biokunststoffe dar: Sie erreichen oft nicht die gleiche Leistungsfähigkeit und Marktverfügbarkeit wie fossile Materialien.
Um die Eignung neuer Materialien zu bewerten, analysieren wir ihre mechanisch-physikalischen, biologischen und chemischen Eigenschaften. So erkennen wir Stärken und Schwächen unter verschiedenen Bedingungen – etwa bei hoher Luftfeuchtigkeit – und können fundiert entscheiden, ob sie geeignet sind.
Rezyklat: sorgfältig geprüft
Bei der Materialauswahl achten wir auf Ressourceneffizienz und Qualität. Metalle wie Kohlenstoffstahl und Edelstahl können in geeigneten Recyclingprozessen überwiegend recycelt werden und werden zunehmend mit hohem Rezyklatanteil eingesetzt. Auch Kunststoffe sollen verstärkt durch Recyclingmaterialien ersetzt werden – bevorzugt aus Post-Consumer-Abfällen. An die Rezyklate stellen wir besondere Anforderungen: Sie müssen langlebig, für Premium-Design geeignet und frei von unerwünschten Stoffen sein. Ihre Verfügbarkeit ist jedoch oft begrenzt und nicht immer sortenrein. Deshalb prüfen und dokumentieren wir alle eingesetzten Rezyklate sorgfältig.
Hausgeräte länger nutzen
Bei der Entwicklung an die Reparatur gedacht
Wann immer möglich, hat die Reparatur Vorrang vor dem Austausch. Daher sind Reparierbarkeit und Update-Fähigkeit schon in der Produktentwicklung wichtige Kriterien. Aufwand für Reparaturen oder für Austausch von Bauteilen wird bereits in der Produktentwicklung berücksichtig. Die Ersatzteilversorgung ist großzügig ausgelegt: Miele hält rund 70.000 funktionswichtige Ersatzteile mindestens 15 Jahre nach Serienauslauf vor.
Detaillierte Informationen zu Qualität und Langlebigkeit unserer Produkte finden Sie unter Produkte.
Refurbished Parts Programm für Elektronik
In einem Projekt bereiten wir Elektroniken auf und führen sie zurück in den Produktionskreislauf. Die Bauteile stammen aus Retouren sowie aus Rücklieferungen unserer Werke und unseres Kundendienstes. Nach einer sorgfältigen Fehleranalyse entscheiden wir, welche Elektroniken sich für das Programm eignen, reparieren sie und testen sie anschließend wie eine neu produzierte Elektronik. Unter anderem über das Miele Refurbished Parts Programm gehen sie anschließend europaweit zurück an unsere Kundinnen und Kunden.
Ein zweites Leben für die Waschmaschine
Ein Pilotprojekt in den Niederlanden untersucht, wie überholte Waschmaschinen erneut eingesetzt werden können. In einem strengen Prozess prüfen geschulte Fachkräfte jedes Gerät, welches refurbished wird, reparieren mögliche Defekte der Komponenten und führen Software-Updates durch. Nach dieser gründlichen Überprüfung und Überarbeitung werden die Waschmaschinen mit dem Label „refurbished” als kostengünstigere Alternative zu neuen Geräten angeboten, mit dem Ziel, die weitere Nutzung von Geräten zu ermöglichen.
Software für längere Gerätelebensdauer
Um die langfristige Nutzung unserer Geräte zu unterstützen, setzen wir auf smarte Vernetzungslösungen. Mithilfe von Diagnose-Tools können unsere Service-Technikerinnen und -Techniker Softwareverbesserungen nicht nur bei neuen, sondern auch bei bereits im Einsatz befindlichen Geräten vornehmen. Seit 2023 unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden zusätzlich aus der Ferne: Nach ihrer Einwilligung kann im Fehlerfall der Gerätezustand automatisch erfasst und zur Analyse genutzt werden. So lässt sich das Problem häufig ohne einen Vor-Ort-Besuch lösen.
Forschung und Kooperationen zur Förderung der Zirkularität
Zirkulär konstruieren
Im Projekt „Sustainable Lifecycle Engineering “ (SLE) des Innovationsclusters it’s OWL unterstützen wir Produktentwicklerinnen und -entwickler dabei, Nachhaltigkeitsaspekte bereits in frühen Phasen systematisch in ihre Entscheidungen einzubeziehen.
Das Ziel: Produkte und Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus ressourceneffizienter und kreislauforientierter zu gestalten.
Digital transformieren
Im Forschungsprojekt „Digital Transformation of Circular Economy for Industrial Sustainability“ (DiCES) haben wir gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Wirtschaft datenbasierte Modelle und digitale Werkzeuge für die Kreislaufwirtschaft am Beispiel von Miele-Waschmaschinen entwickelt. Im Folgeprojekt GROWW werden diese Ansätze in einem durchgängigen Kreislaufprozess weiterentwickelt und unter realen Bedingungen erprobt – unter anderem mithilfe des Digitalen Produktpasses (DPP), KI-gestützter Datenmodelle und optimierter Rückführungs- und Refurbishment-Prozesse.
Mehr Informationen erhalten Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht
Weitere Fokusthemen
Klima






